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  • Nicole Battefeld

Ein Hoch auf den Filterkaffee!

Updated: Apr 19

Image: Andreas Huber


Oft werde ich gefragt, was denn nun mein Lieblingskaffee sei und welche Art der Zubereitung ich am liebsten verwende.

Diese Frage kann ich allerdings unmöglich beantworten, denn stellt euch einfach folgende Situation vor:

Ich stehe in aller herrgotts Früh in meiner Küche. Braver Barista der ich bin, habe ich mir natürlich im Laufe der Zeit viel Equipment zugelegt. Ich schaue mich also um. Ich bewundere meine traumhaft schöne Espressomaschine, die ich aufgrund ihres italienischen Charmes Stella genannt habe. Mein Blick schweift allerdings in die andere Ecke des Raumes. Mir ist nach etwas Leichterem. Die Entscheidung ist gefallen, ich mache mir einen Filterkaffee.

Ich stelle mich also vor meine Filterecke. Ich sehe als aller erstes meine wunderschöne Mocca Master, welche ich liebevoll Silke getauft habe, Sie ist Stellas beste Freundin und ein richtiges Officemädel, dann sehe ich eine Aeropress, eine Frenchpress, einen V60 Filter, eine Kalita, einen Syphon, einige verschiedene Wasserkocher, einen Wasserfilter und ganz hinten in der Ecke noch eine Chemex und eine Cold Brew Flasche. Der Gedanke nach einem ordentlichen Regalsystem kommt mir aber ich schweife ab und morgens um 6 hat ja eh noch kein Baumarkt offen.

Ich öffne meine Schublade. Alles da. Papierfilter in etlichen Ausführungen und für jedes Gefäß. Daneben eine Schachtel mit Metallfiltern in verschiedener Lochung. Ein Tuchfilter, den ich eher stiefmütterlich behandle, aber immer mal wieder ausprobiere. Sogar ein Synthetikfilter für meinen Cold Brew wohnt in meiner Schublade. Kurzzeitig frage ich mich wie ich es hinbekomme eine derartige Auswahl an Filtern zu Hause zu haben, aber nie genug Waschmittel.

Mein Blick wandert vorbei an meinem Wasserkocher, bei dem man die exakte Temperatur einstellen kann, sogar mit warmhalte Funktion, hoch zu meinem Regal auf dem eine prächtige Auswahl verschiedenster Filterkaffees steht.

Gerade eben sehe ich 6 verschiedene Packungen. 2 natural, 3 washed.

Die 2 natural kommen einmal aus Äthiopien und einmal aus Costa Rica, die washed aus Columbien, Kenia und einer kommt aus dem Kongo.

Ich realisiere das einzige was einfach wird ist die Auswahl der Mühle, da habe ich zum Glück nur eine, extra nur für Filterkaffee.

Die Auswahl ist gewaltig. Die Optionen sind unendlich. Welcher Kaffee? Welche Brühmethode? Papierfilter oder Metall oder gebe ich doch dem Stofffilter noch eine Chance? Wie heiß koche ich mein (gefiltertes) Wasser? Und Wie viel nehme ich von allem?

Und ich sehe all das als wahnsinnig spannend und aufregend an! Wie fühle ich mich heute? Bin ich experimentierfreudig oder will ich es eher klassisch angehen lassen? Filterkaffee hat so unendlich viele Ebenen und Fassetten und genau das macht meinen Beruf so spannend.

Ok ok, ich kann mir vorstellen, dass die Fülle an Optionen anfangs erschlagend sein kann, deshalb werde ich einige Brühmethoden mit einfachen Parametern für euch erklären, ABER: bleibt neugierig! Versucht verschiedene Methoden und ihr werdet den selben Kaffee in einer ganz anderen Geschmacksrichtung oder mit einem veränderten Mundgefühl erleben!

Ich bin heute übrigens weder in den Baumarkt gefahren, noch hatte ich Zeit mir einen Kaffee zu machen…. Ich stand einfach zu lange in der Küche rum und habe dann mal auf die Uhr geschaut um zu merken dass ich viel zu spät dran war……

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